18. TextProbe beim Rheinbacher KULTURPAVILLON

TextProbe beim Rheinbacher KULTURPAVILLON

Rheinbachs talentierte Literaturbühne „Textprobe“ lädt am Montag, den 18. September um 19:30 Uhr in den Glaspavillon an der Stadthalle. Dort läuft bekanntlich die Ausstellung zum Internationalen Glaskunstpreises.

Gerd Engel moderiert die Beiträge der zehn teilnehmenden Hobbyautoren aus der Region zum Thema: „Wer im Glashaus liest, sollte nicht mit Steinen weinen.“ Das bedeutet, alles ist erlaubt vom groben Unfug bis zur großen Kunst. „Die Besucher dürfen sich auf Texte aller Gattungen und Generationen und schöne Lieder freuen, das wird nicht langweilig“, verspricht Engel. „Die Atmosphäre mit Kerzenschein und Tomburg-Blick ist zudem sehr stimmungsvoll.“

Diese 18. TextProbe ist wieder ein Gemeinschaftsprojekt von Rheinbach liest e.V., der Öffentlichen Bücherei St. Martin und der Buchhandlung Kayser und findet im Rahmen der Reihe KULTURPAVILLON statt. Ein Startplatz ist noch frei. Interessierte Autoren ab 14 Jahren melden sich bitte per Email bei This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. .

Der Eintritt kostet 5 € (ermäßigt 3 €). Karten gibt es in der Buchhandlung Kayser und der Öffentlichen Bücherei St. Martin.

Pop und Poesie bei der 17. TextProbe

Acht Autoren von 15 bis 79 Jahren lasen in der Öffentlichen Bücherei St. Martin vor 45 Besuchern, die sich trotz tropischer Temperaturen gut unterhalten fühlten.

„Probiere Neues! Zeige Mut! /Tu ruhig, was niemand and‘res tut!“ Diesen Satz aus ihrem Kinderbuchmanuskript „Vincent Palle“ hatte die 23-jährige Franziska Stephan selbst ernst genommen. Als eine von vier Debutanten bei der TextProbe las sie mit gut unterdrücktem Lampenfieber dem gewohnt aufmerksamen Publikum Prolog und erstes Kapitel ihres Erstlings vor.

Vor fünf Jahren als Gemeinschaftsprojekt von RHEINBACH LIEST, der Öffentlichen Bücherei St. Martin und der Buchhandlung Kayser entstanden, bot die „talentierte Literaturbühne“ schriftstellerischen Einsteigern und Arrivierten aus Vorgebirge, Voreifel und Eifel erneut die unkomplizierte Gelegenheit, die Wirkung eines Textes vor Publikum zu erproben.

Und den Leuten gefiel es mal wieder, wie der warme Applaus regelmäßig bewies: Margret Wittgrefe mit heiteren und nachdenklichen Gedichten über Lebenshast und Demenz, die 17-jährige Glasfachschülerin Paula Amahatou mit einem erneut beeindruckenden Auszug aus einem noch unveröffentlichten Jugendbuchmanuskript, der 22-jährige Meckenheimer Student Joshua Clausnitzer mit selbstbewusst vorgetragenen Gedichten voll sprachlichen Spiels. Neubürgerin Angelika Ehlerding gab erstmals eine gelungene öffentliche Kostprobe aus ihrem Textzyklus „Farben des Regenbogens“ zum Besten.

Die Singer-Songwriterin Petra Sigmund aus Mechernich bewies ihre Vielseitigkeit mit Liedern über Liebe, Flucht, Terror und den Wahnsinn Donald Trumps. Jüngste Teilnehmerin war diesmal die 15-jährige Lara Schmidt, frisch gebackene Preisträgerin des HERZKLOPFEN-Lyrikwettbewerbs. Bei der Gymnasiastin des SGR schlug das Applausometer besonders stark aus. Lara ist vom Poetry-Slam begeistert und performte mit ihrem Gefühl für Rhythmus und authentischem Stimmeinsatz bereits auf hohem Niveau. TextProben-Urgestein Günter Detro bewies am Ende des Abends in der Kurzgeschichte „Hinterhältig“ seine Meisterschaft in der behutsamen Vorbereitung einer Pointe.

Moderator Gerd Engel, 2. Vorsitzender von Rheinbach liest, Buchhändler Christoph Ahrweiler und Gastgeberin Daniela Hahn zogen am Ende zufrieden Bilanz. Aus dem Erlös von Eintrittsgeldern und Spenden kann auch diesmal wieder eine kleine literarische Unterstützungsmaßnahme initiiert werden: Die Anschaffung von zehn neuen Erstlesebüchern für die Öffentliche Bücherei St. Martin. „Die werden bei uns besonders oft ausgeliehen und altern schnell“, so Daniela Hahn.

Die nächste TextProbe findet statt im Rahmen des KULTURPAVILLONS in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt der Stadt Rheinbach im Glaspavillon an der Villeneuver Straße. Termin ist der 18. September, um 19:30 Uhr. Interessierte Autoren, die die „talentierte Literaturbühne“ als Forum nutzen wollen, können sich beim Moderator melden unter This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. .

Leseschwein, Autorentod und Billigreise

Die 16. TextProbe in der Buchhandlung Kayser bot den 50 Gästen ein breites Spektrum handgemachter Literatur auf außergewöhnlich hohem Niveau.

Rheinbachs literarisches Dreigestirn aus Öffentlicher Bücherei St. Martin, Buchhandlung Kayser und dem Verein RHEINBACH LIEST hatte geladen und neun Autoren stellten sich mit ihren Textproben auf der „talentierten Literaturbühne“ dem wieder einmal hochkonzentrierten Publikum vor.

Den Anfang machte der Ersdorfer Arthur Günther mit dem ersten Kapitel seines Kinderbuchmanuskripts „Paule, das Leseschwein“, in dem es um nichts weniger geht, als die Welt der Bücher und Geschichten zu retten. Irina Rostalski aus Wachtberg las einen märchenhaften Text über die „Kraft der Worte“, bevor Tatjana Jarow zwei sehr persönliche Texte in der Art von Slam-Poetry vortrug. Wäre es nicht passender, so fragte die junge Meckenheimer

in, wenn man das Erwachsensein durch den Ausdruck Amwachsensein ersetzte?

Christiane Bröckelmann, Grundschullehrerin aus Rheinbach, sang, begleitet von Dirk Plücker am Klavier, zwei neue Chansons, die dem Abend im Sinne des Wortes eine besondere Note gaben. Hasso Rieck aus Altendorf verstand es zur Unterhaltung seiner Zuhörer, den stets unpassenden Zeitpunkt des Ablebens von Autoren zu erörtern. Feinstes Literatur-Kabarett! Vor und nach der Pause strapazierte dann Christina Köhler aus Meckenheim die Lachmuskeln, mit einer Satire über den misslungenen Versuch eines Ehemannes, seiner Gattin mit einer spontan gebuchten Billigreise in die Toskana eine Freude zu machen.

 

Die Glasfachschülerin Paula Amahaoto las das beeindruckende Startkapitel ihres Thrillermanuskripts „Deadlist“ und bekannte im Gespräch mit Moderator Gerd Engel unbekümmert, sie schreibe immer an mehreren Büchern parallel. Dann trat mit dem Klein-Schlehbacher Wolfgang Bittscheid der dritte TextProben-Debütant an diesem Abend auf. Seine Gedichte und Balladen stehen in der Tradition von Fontane,Rilke und DrosteHülshoff und bekamen

ob ihrer großen Eindringlichkeit und Sprachkraft besonderen Applaus. Bevor Christiane Bröckelmann diesen außergewöhnlichen TextProbenabend mit einem weiteren Lied abschloss, las Günter Detro aus Oberdrees „Das gestohlene Organ“ aus seiner Sammlung von Kommissar-Kurz-Geschichten. Deren Witz besteht darin, dass sage und schreibe 20 sprichwörtliche Redewendungen zu Missverständnissen und überraschenden Wendungen führen.

Gastgeber Christoph Ahrweiler, Inhaber der Buchhandlung Kayser, stand mit den Gästen vor dem Kehraus noch eine Weile am Buffet, denn auch das macht die TextProben-Abende zu etwas Besonderem: Menschen, die gerne schreiben und solche, die gerne authentische Literatur von lokalen Autoren hören, bei einem Glas Wein zusammenzubringen. Der Erlös des Abends ist für das Legasthenie-Projekt von Rheinbach liest e.V. „Wenn die Schrift zum Schrecken wird“ bestimmt. Die nächste TextProbe findet am 26. Juni in der Öffentlichen Bücherei St. Martin statt. Interessierte Autoren können sich bei Gerd Engel melden. Email: This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

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