Bücher bei Kerzenlicht und Kaminfeuer

Rund um den Bundesweiten Vorlesetag am 18. November wird der Hexenturm in Rheinbach traditionell zum Epizentrum des gemütlichen Vorlesens.

Die Öffentliche Bücherei St. Martin arrangierte auch in diesem Jahr wieder für alle fünften Klassen der Gesamtschule, des Städtischen Gymnasiums und des Sankt-Joseph-Gymnasiums eine Lesung mit teils prominenten Vorlesern aus Politik und Kultur. So las Kulturamtsleiterin Dr. Ruth Fabritius aus Tobias Elsäßers „Linus Lindbergh oder der Riss in der Zeit“ für die Klasse 5.2 der Gesamtschule. Sie, wie alle anderen Klassen auch, bekamen das in einer Stunde angelesene Buch im Anschluss von der Buchhandlung Kayser geschenkt.

Nachmittags und abends gab es dann vier öffentliche Veranstaltungen aus der Reihe „Rheinbach liest vor“. Dafür verantwortlich waren Rheinbach liest e.V., die Öffentliche Bücherei St. Martin, die Buchhandlung Kayser, die KJG und das Jugendzentrum Live St. Martin. Bei „Only boys“ las der Bonner Schauspieler und Sprechcoach Olaf Sabelus aus David Walliams „Gangsta-Oma“ vor 26 kichernden Jungen, überwiegend im  Grundschulalter. Die Mädchen knackten bei „Only Girls“ den Besucherrekord. Die Kölner Schauspielerin Jana Reiß las aus „Der magische Blumenladen“ und 38 Mädchen hörten zu. In der Pause gab es heißen Punsch und Spekulatius. Und am Ende fand eine vorweihnachtliche Bescherung statt. „Wer will ein Buch haben?“, fragte Gerd Engel von Rheinbach liest e.V.. Alle Arme schossen in die Höhe. Je sechs Kinder bekamen stellvertretend für ihre Schule bzw. Schulbücherei ein Exemplar mit auf den Heimweg.

Die Abende waren den älteren Kindern und Jugendlichen vorbehalten. So las Olaf Sabelus bei „Gänsehaut und sanfter Schauder“ aus Chris Priestleys  „Onkel Montagues Schauergeschichten“ und dazu wurden belegte Brötchen gereicht, gestiftet von der Bäckerei Lennartz. Am Freitagabend füllte sich der Hexenturm bei „Lieblingsbücher & Co“. Unter der Federführung von Caro Schmidt (KJG) lasen sich  rund 20 Jugendliche Bücherfans im warmen Kerzenlicht gegenseitig vor. „The fläsh“-Gitarrist Lukas Keil stimmte zum Mitsingen an und dank vieler anwesender Smartphones waren die Songtexte für alle verfügbar.

Nicht möglich wären die beiden Hexenturmtage ohne die tätige Mithilfe von Dietmar Pertz vom Stadtarchiv, der beispielsweise früh am Morgen schon für das knisternde Kaminfeuer sorgte und den Akteuren den Hexenturm kostenfrei zur Verfügung stellte. Beim Kehraus am Samstagmorgen war der engagierte Stadtarchivar auch wieder zugegen, um die Brennholzvorräte wieder nachzufüllen, denn das beliebte Rheinbacher Wahrzeichen wurde da schon wieder  für eine private Feier angemietet.

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