Illustre Gäste beim LiedStrich im VPK

Beim kommenden LiedStrich, dem Singer-Songwriter-Format von RHEINBACH LIEST, am 20. September um 19:30 Uhr im „Viel Platz für Kultur“ (VPK) können sich die Besucher eine starke Mischung aus Liedermachermusik, Pop, Comedy, Rap und Chanson freuen sowie auf leckeres Eis vom LiedStrich-Unterstützer „das eiswerk“.

Mit Cassie Carrington hat Moderatorin Anke Fuchs eine Vollblutunterhalterin nach Rheinbach gelotst. Das Multi-Talent singt, schauspielert und moderiert und hat mit „Liebesfinder“ (2019) bereits ihr drittes Album vorgelegt. Mit ihren deutschsprachigen Popsongs und Balladen gewann sie schon mehrere Kleinkunstwettbewerbe und den Förderpreis der WDR-Liedbestenliste 2016.

Auch „Simon & Ingo“ aus Bonn sind erfahrene Bühnenkünstler. Simon ist von Haus aus Komiker, Schauspieler und Liedermacher. Ingo Nordmann rappt und slammt auf Bühnen im gesamten deutschsprachigen Raum. Als Duo singen die beiden sehr lustig über die Jobsuche, das Bienensterben, langsames Internet oder abgedroschene Redewendungen.

Der Kölner Andreas Pfund gilt als Geheimtipp mit großer Zukunft. Hochmusikalisch begleitet er seine gefühlvollen Lieder auf dem Piano und der Gitarre. Das wieder mal großartige Line-up und die professionelle Betreuung von Licht und Ton (4event) werden möglich mit der finanziellen Unterstützung durch „das eiswerk“.

Zusätzlich treten Rheinbacher Talente, wie Lena Huckemann, Maike Zimmermann und Jennifer Rühling auf und geben eine Kostprobe ihres Könnens. „Das wird ein Lieder-Feuerwerk: poetisch, komisch und manchmal melancholisch“, freut sich Anke Fuchs, die im Bonner Raum noch weitere Kleinkunst- Poetry- und Liedformate betreibt oder fördert. Was den „LiedStrich“ von einem gewöhnlichen Konzert unterscheidet, ist seine Mischung aus Musik, Gespräch und Publikumsinteraktion. Das Publikum entscheidet nämlich am Ende über die Vergabe von Krötentalern, welcher Künstler die Zugabe geben darf. Und auch der Eisbecher in der Pause lässt sich kaum noch wegdenken.

Der Eintritt zum „LiedStrich“ ist frei, Spenden für die Künstler werden erbeten. Einlass ist ab 19:00 Uhr. Der LiedStrich findet erstmals in der ehemaligen Aula des Vinzenz-Pallotti-Kollegs statt. Hier im „Viel Platz für Kultur“ (VPK) soll nach dem Wunsch vieler Rheinbacher ein „dritter Ort“ entstehen. Derzeit läuft eine Förderung des Landes NRW zur Konzeptentwicklung. Kooperationspartner von Rheinbach Liest für den bereits 11. LiedStrichs sind neben dem VPK-Verein noch das Sankt-Joseph-Gymnasium, das die ehrwürdige und gut erhaltene Aula ebenfalls intensiv für seine kulturellen Zwecke nutzt.

LiedStrich feiert Jubiläum

Rheinbachs Singer-Songwriter-Format „LiedStrich“ feiert sein „zehntes Mal“ am 29. März ab 19:30 Uhr in der Mensa des Städtischen Gymnasiums. Zum Jubiläum gibt es nicht nur ein künstlerisch hochinteressantes Line-up, sondern, vorab am 26. März ab 16:30 Uhr, auch einen Songwriting-Workshop mit der Liedermacherin Aylin Celik.

Die 23-Jährige aus Düsseldorf ist eine erfahrene Workshop-Leiterin und doch das Küken im Teilnehmerfeld der Jubiläumsausgabe. Mit ihrer Soulstimme gibt Aylin ihren poetischen und oft gesellschaftskritischen Texten die nötige Wucht.

Aus Köln kommt Viktoria Burkert. Die vielseitige Bühnenkünstlerin beweist in ihren Liedtexten Gespür für die kleinen und großen Geschichten des Lebens und findet gekonnt die richtige Balance zwischen Humor und Biss.

Der Paradiesvogel im Line-up ist sicher Jens Eike Krüger. Der Kölner ist nicht nur Liedermacher, sondern auch Autor, Zeichner und Performance-Künstler. Als bekennender Ukulele-Fan singt er über Natrium-Chlorid, Familien in Funktionsjacken und Kostümpartys. Dabei pendelt er gekonnt zwischen traditioneller Liedermacher-Melancholie und staubtrockenem Witz.

Auch diesmal wird es wieder ein Vorprogramm mit der beliebten Talentbühne geben. Die LiedStrich-Fans dürfen sich auf die Rheinbacher Schülerinnen Lena Huckemann und Maike Zimmermann freuen, die vielfach schon ihr Können unter Beweis gestellt haben.

„Um noch mehr Talente zu entdecken und zu fördern, haben wir uns mit Moderatorin Anke Fuchs und Teilnehmerin Aylin Celik einen Workshop überlegt“, so Gerd Engel von Rheinbach Liest. „Jeder, der Lust hat, ein eigenes Lied zu schreiben, an der Entwicklung eines Liedes mitzuwirken oder einfach nur zuzusehen, wie ein Lied entsteht, ist am 26.03.2019 ab 16:30 Uhr herzlich eingeladen, ins SGR zu kommen.“ Ausführliche Informationen zum Workshop unter unseren Veranstaltungen.

Und dann gibt es noch einen besonderen Gast zum Jubiläumskonzert. Der Unterstützer des „LiedStrich“, „das Eiswerk“ in Rheinbach, kommt mit einem mobilen Verkaufsstand in die Mensa des Städtischen Gymnasiums. „Bei Salzkaramell & Co ‚schmecken‘ die Lieder noch einmal so gut“, finden die Eiswerker Kerstin Schillo-Nolden und Christopher Nolden, die sich gerne an das große Open-Air-Konzert auf dem Altstadtplatz im letzten Jahr erinnern. LiedStrich-Mitveranstalter ist das Städtische Gymnasium, das mit seinen Schülerinnen und Schülern bei Bühne und Bar mit anpackt.

Karten für den „LiedStrich“ gibt es im VVK in der Buchhandlung Kayser und im „das Eiswerk“ zum Preis von 9 € (ermäßigt 6 €) sowie an der Abendkasse (Zuschlag 2 €).

Zarter Regen erst bei „Reisende Rentner“

Beim ersten „Liedstrich“-Open-Air vor 300 Zuhörern auf dem Altstadtplatz in Rheinbach traten die Kölner Singer-Songwriter Catherine de la Roche, Jan Kalter und Dagmar Schönleber mit hiesigen Talenten auf.

Petrus hatte ein Einsehen. Trotz gewittriger Schwüle und Gewittergrollen blieb das große Donnerwetter aus. Im Laufe der drei Stunden Programm kamen insgesamt gut 300 Musikfreunde auf den immer beliebter werdenden Platz zwischen Weiher- und Pützstraße. Einige waren nur auf ein Eis ins „Eiswerk“ gekommen und blieben dann, verzaubert durch die vorwiegend zarten Klänge des hiesigen Songwriter-Nachwuchses. Für andere war dieser Nachwuchs genau der Grund. „Wir haben selbst musikverrückte Kinder und wollten, dass sie sich von der Talentbühne inspirieren lassen“, erzählt eine Familie aus dem Hochschulviertel.

Insgesamt sieben Darbietungen von ein bis zwei selbst verfassten Liedern gab es im einstündigen Vorprogramm bei der „Talentbühne“. Mit Lena Huckemann (14), Schülerin des SGR, fing gleich die Jüngste an und zeigte sich erstaunlich souverän. Sofort machte sie klar, dass der Name „Talentbühne“ zu Recht bestand. Studentin Stefanie Schlösser (20) von der Band „Churchillers“ performte zwei ihrer zauberhaften spanischen Lieder. Christiane Bröckelmann, begleitet von Dirk Plücker am Piano, sang mit gehörig Selbsironie von ihrem Nebenjob als Fußballmutter. Christina Hagen (36) verriet, ebenfalls begleitet von Dirk Plücker (dirkundichundjetztauchnochjan-paul), bei ihrem „Diese Zeit“ von einer entscheidenden Weichenstellung in ihrem Leben. Eine starke Stimme!

Fabienne Löhr (33), Sängerin bei „Feinsliebchen“ und „Churchillers“ und bereits mit Liedstrich-Erfahrung, präsentierte sich als erfahrene Singer-Songwriterin mit ordentlich Soul. Dann war wieder Zeit für den Nachwuchs. Maike Zimmermann (15), Schülerin des SJG, spann mit weichem Sopran einen zarten Erzählfaden. Vor allem ihr „Prisoner“ ging sofort ins Ohr und ins Herz. Das Trio Mareyma, ebenfalls drei Schülerinnen des SJG, nutzten die Mehrstimmigkeit, um in zwei Liedern auf Englisch einen wunderbaren Klangteppich zu weben.

Dann kamen die Profis, die Moderatorin Anke Fuchs erfolgreich zum nun schon neunten Mal stattfindenden „LiedStrich“ nach Rheinbach gelockt hatte. Catherine de la Roche (32) präsentierte sich als versierte Geschichtenerzählerin und baute sich mittels Loop-Station live ein formidable Begleitung für ihre poetischen Texte zusammen. Jan Kalter (27) pries seine Lieder selbstironisch an, als „eher zum Runterkommen“. Mit einer Stimme zwischen James Blunt und Ed Sheeran sorgte er mit seinen Folkballaden für Gänsehaut. Als die Kabarettistin Dagmar Schönleber die Bühne betrat, hatte sich der Himmel schwarz gefärbt, was dafür sorgte, dass sich der Altstadtplatz merklich leerte. Die, die unter den Sonnenschirmen ausharrten, wurden für ihren Mut belohnt. „Ich kann die ernsten Lieder nicht so richtig“, warnte die aus dem Fernsehen bekannte Ost-Westfälin und bezog das Publikum bei Liedern wie „Midlife-Chrisler“ und „Reisende Rentner“ gekonnt mit ein. Auch Petrus schien das zu gefallen, und er verschonte den Altstadtplatz  weitgehend. Nur wenige Tropfen fanden ihr Ziel.

Es war sogar noch Zeit für die Zugaben. Maike Zimmermann hatte der Jury aus den drei Profis besonders gut gefallen und durfte ihr „Prisoner“ noch einmal singen. Dann rundete das traditionelle „Lied des Abends“, das nach der Blinddichtmethode zu den Reizwörtern „Eis“ und „Sommer“ von den Künstlern parallel zur Veranstaltung getextet worden war, den Abend humorvoll ab. Profis und Talente versammelten sich dazu noch einmal unter dem Bühnenzelt.

„Eine wunderbare Sache für Rheinbach“, lobte Bürgermeister Stefan Raetz die Veranstalter von „Rheinbach liest“, die zusammen mit den Teams von „Eiswerk“ und dem Restaurant „die Küche“ sowie Harvey Scherer von 4events, diesen Abend möglich gemacht hatten. Der nächste Liedstrich ist im Herbst geplant. „Dann sind wir erst mal wieder drinnen“, seufzte Gerd Engel, Rheinbach-liest-Vize, erleichtert und zufrieden.

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