LIEDSTRICH goes Morenhoven

Rheinbachs Singer-Songwriter-Format LiedStrich gibt am 5. Mai um 20:00 Uhr ein Gastspiel in Morenhoven. Auf der Bühne des kreaforums tummeln sich ambitionierte Newcomer mit vorwiegend deutschen Texten.

Aus Köln kommt die Gruppe RANDFIGUR. Ihr Markenzeichen sind gefühlvolle Klänge von Gitarre, Cajon, Ukulele zum zweistimmigen Gesang, Songs mit Ohrwurmcharakter oder zum Nachdenken. Mal leise und reduziert, mal voluminös und größer inszeniert.

Ijaz Ali aus Bad Hönningen ist seit 2012 mit seiner Gitarre als Solokünstler unterwegs, davor spielte er in diversen Bands. Seine Songs in englischer Sprache reichen von rhythmisch-schnellem Gitarrenpop bis zu ruhigen Balladen.

Sebo Sam, geboren am 28.08.1997 in Washington D.C., ist ein mysteriöser, verrückter und nichtineineschubladesteckbarer Improvisateur und Musik-Comedian.

Im Vorprogramm spielt das Rheinbacher Nichtschwimmer-Duo dirkundich (Dirk Plücker und Gerd Engel) Lieder zwischen Klamauk und Melancholie aus seinem Programm „Die Tomburg sieht alles“.

Der 8. LIEDSTRICH Ist die erste gemeinsame Veranstaltung von kreaforum und Rheinbach liest e.V. Die Moderation liegt in den bewährten Händen der Bonner Poetry-Slammerin Anke Fuchs.

Karten zum Preis von 10 € (ermäßigt 8 €) gibt es in der Buchhandlung Kayser sowie online unter www.kreaforum.de Restkarten an der Abendkasse.

8. Liedstrich im Kreaforum

7. LiedStrich in Rheinbach: JURI durfte die Zugabe spielen

LiedStrich in Rheinbach: JURI durfte die Zugabe spielen

Eine Band, ein Duo und vier Solisten „drängelten“ sich vor 80 Besuchern aus allen Altersgruppen singend auf dem LiedStrich in Rheinbach. Schon am 5. Mai gibt es das erste Auswärtsspiel im kreaforum Morenhoven.

Rekordbeteiligung beim kultigen Singer-Songwriter-Format in der Mensa des Städtischen Gymnasiums: Beim traditionellen Abschlussgimmick „Lied des Abends“ wurde es richtig eng auf der Bühne. Die LiedStrich-Künstler sangen gemeinsam mit Moderatorin Anke Fuchs über einen verliebten Regenwurm im Frühling, so die Vorgabe aus dem Publikum an den von den Protagonisten im Blindgedichtverfahren erstellten Nonsenstext. Dabei waren die 18-jährige Lou Jonen und ihr Klavierpartner Benjamin Bosbach, beide Schüler des SGR, zu diesem Zeitpunkt schon vom Elterntaxi abgeholt worden. Die beiden Talente hatten mit einer wunderbaren Fassung des Presley-Klassikers „Can’t help falling in love“ den Reigen eröffnet.

Was dann folgte, war ein großartiger Querschnitt dessen, was Singer-Songwriting alles sein kann: Z.B. leidenschaftlich dargebotener, englischsprachiger Gitarrenfolk der 22-jährigen Bonner Powerstimme Clara Clasen. Witzige Comedy-Songs mit Mitmachanteilen über verliebte Pilze, den eigenen kümmerlich sprießende Bart, den unfreiwilligen Aufenthalt auf dem Damenklo und Opas auf Mofas von Jens Kauen, im anderen Leben Student der Geowissenschaften.

Nach der Pause beeindruckte ein weiteres Gesangstalent aus dem Städtischen Gymnasium. Noël Lunguana coverte Mariah Carey so gut, dass man dem 9.-Klässler nur ergriffen staunend zuhören konnte. Anschließend kam mit Juri Rother, Frontman der Kölner Band JURI, einer, der wie der 15-jährige Noël schon erfolgreich Casting-Show-Erfahrung sammeln durfte. Ihre Musikrichtung nennen die drei Freunde Neo-Pop und bei tanzbaren Titeln wie „Melancholie“, „Zeitlos“ oder „Gegen den Strom“ fühlten sich nicht Wenige im Publikum auf ihrem Stuhl fehl am Platz. Die charismatische Stimme und Bühnenpräsenz Juris waren für sich genommen schon ein Erlebnis. Pierre Grönlund spielte im Sinne des Wortes mit Händen und Füßen: Die Gitarre auf dem Schoß und mit den unbeschuhten Füßen den liegenden Bass auf dem Bühnenboden. Den treibenden Beat der Uptempo-Stücke gab dann JURI-Neumitglied Matis Rasmußen (Cajón und Percussion) hinzu.

Nach dem Schnelldurchlauf und der „Krötenwanderung“ – die Stimmabgabe der Besucher per Münzeinwurf - überbrückte ein weiterer Rheinbacher die Zeitspanne, in der hinter den Kulissen die Spardosen der Künstler geleert und ausgezählt wurden: Philipp Weber, Ex-Tomburg-Realschüler, performte gekonnt auf seiner 12-Saiten-Gitarre „Ich will nur, dass du weißt“ von SDP.

Die Zugabe, als Besitzer der mit den meisten „Krötentalern“ gefütterten Spardose, durfte JURI spielen: „Brüder“, ein ebenfalls ganz starker Titel, der sich auch auf der aktuellen CD findet, die nach dem Konzert reißenden Absatz fand. Trotz der vielen Künstler Titel fand Moderatorin Anke Fuchs genügend Zeit, um den Auftretenden noch Auskünfte über ihre Lieblingsbücher zu entlocken. Besonders engagiert warben Clara Clasen für Steven Kings „Love“ (im englischen Original „Lisey’s story“) und Philipp Weber für die „Känguru-Chroniken“ von Marc-Uwe Kling.

 

Mancher der anwesenden Schüler, der an Ort und Stelle gewöhnlich sein Mittagessen einnimmt, staunte, wie sich die moderne Mensa durch Licht und lockere Bestuhlung atmosphärisch in einen echten Club verwandelt hatte. Harvey Scherer von 4events leistete bei den vielen Wechseln Schwerstarbeit und erhielt von den Künstlern ein besonderes Lob für die ausgezeichnete Bühnentechnik.

Das LiedStrich-Team von Rheinbach liest e.V. und SGR-Schulleiter Stefan Schwarzer als gemeinsame Veranstalter zogen ein positives Fazit: „Die Mensa hat ihre Feuertaufe als Kultur-Club bestanden. Der LiedStrich wird bestimmt wiederkommen. Das Format hat an diesem Abend neue Freunde in allen Altersgruppen gewonnen.“ Schöner Nebeneffekt für den Gastgeber: Der Reinerlös aus den Getränkespenden kommt einem Literaturprojekt am Städtischen Gymnasium zugute.

Der nächste LiedStrich folgt am 5. Mai um 20:00 Uhr. Für das Auswärtsspiel im kreaforum Morenhoven ist der Vorverkauf bereits sehr erfolgreich angelaufen. Fans und LiedStrich-Neugierige sollten sich beeilen. Karten gibt es für 10 € (erm. 8 €) in der Buchhandlung Kayser oder im Internet auf www.morenhovener-kabarett-tage.de.

 

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