Die BÜCHERÜBERRASCHUNG startet zum siebten Mal

RHEINBACH LIEST sammelt wieder gut erhaltene Kinder- und Jugendbücher

Wieder einmal ist es soweit: RHEINBACH LIEST startet wie in jedem Herbst die Aktion „Bücherüberraschung“. Dazu bittet der Verein um Buchspenden.

„Wir bitten alle Rheinbacher Lesefreunde darum, die Bücherschränke durchzusehen und uns gut erhaltene Bilder-, Kinder- und Jugendbücher zu spenden,“ erklärt Karin Gehlen-Düring, „die fleißigen Helfer von RHEINBACH LIEST sortieren die Bücher nach Altersgruppen, verpacken sie liebevoll und verschenken sie in der Adventszeit an Rheinbacher Kinder.“

Das Ziel ist es, möglichst vielen Kindern mit einem Überraschungsbuch eine Freude zu bereiten und ehemaligen Lieblingsbüchern noch einmal neuen Glanz zu verschaffen.

„Im vergangenen Jahr war die Resonanz so groß, dass wir mit der Arbeit kaum nachkamen“, beschreiben die fleißigen Helfer des Vereins, „viele der gespendeten Bücher waren sogar nahezu neuwertig.“

Insgesamt wurden in den vergangenen Jahren bereits um die 10.000 Bücher an Kinder und Jugendliche verschenkt, teilweise über Schulen und Kindergärten mit dem „Buchadventkalender“ oder über die „Tafel“ und das LIVE St. Martin, aber auch an einem Adventssamstag in der Innenstadt.

Um wieder möglichst viele Kinder mit einem eigenen Buch für das Lesen zu begeistern, bittet RHEINBACH LIEST um Buchspenden an folgenden Sammelterminen:

  • 01.09.2018, von 10:00 bis 13:00 Uhr
  • 13.10.2018, von 10:00 bis 13:00 Uhr
  • 03.11.2018, von 10:00 bis 13:00 Uhr

Abgabeort: Haus Streng, Martinstraße in Rheinbach

Auch anlässlich der beiden Flohmärkte am 25. August 2018 und am 22. September 2018 im Freizeitpark und anlässlich der Kinderbörse am 22./23. September 2018 in der Stadthalle wollen wir zum Spenden gut erhaltener gebrauchter Bücher aufrufen. Abgabeorte werden vor Ort rechtzeitig bekannt gegeben.

Der Verein weist noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass nur Kinder- und Jugendbücher angenommen werden, die möglichst nach 1996 - Einzug der neuen Rechtsschreibung - erschienen sind.

Buchadventskalender schenkten Freude

Bei der Bücherüberraschung im Advent wurden so viele Bücher wie noch nie gesammelt und wieder verschenkt.

Ein Donnerstagmorgen in der Adventszeit: Die 24 Kinder der 4b der Katholischen Grundschule St. Martin sitzen mit ihrer Lehrerin Tanja Diewald um den Adventskranz. Sie verrät, wer heute bei dem Buchadventskalender an der Reihe ist. Gleich zwei dürfen heute zur hübsch dekorierten Fensterbank gehen, Päckchen 11 und 12 holen und das Buchgeschenk öffnen, das ihre Lehrerin für sie ausgesucht und verpackt hat. Niklas hat „Scary Harry – Meister aller Geister“ erwischt, Nils packt einen Band der drei??? aus. Beide sind sichtlich zufrieden und zeigen das Buch in der Runde. Ihre Mitschülerinnen und Mitschüler sind interessiert und freuen sich mit den beiden.

In der Adventszeit ist der Buchadventskalender fester Bestandteil des Vormittags. Allessia findet es immer schon spannend, „wer heute an der Reihe ist und ob vielleicht ich es bin.“ Luisa interessiert, „welche Bücher ihre Klassenkameraden kriegen“. Niklas findet das „das Auspacken schön“ und Helena freut sich darauf „etwas Neues zu lesen“. Emilio fing schon gleich in der Schule damit an, als er in der Vorwoche „Greg’s Tagebuch – Jetzt reicht’s“ bekam und musste mehrmals von Tanja Diewald „ermahnt“ werden.

Die 4b hat bereits im zweiten und dritten Schuljahr Buchadventskalender erhalten und auch in diesem Jahr tritt der erhoffte Effekt ein. Gespendete gut erhaltene, gebrauchte Bücher rücken bei dem adventlichen Besitzerwechsel in den Mittelpunkt und lösen den Leseimpuls aus. „Das ist genau das, was wir uns erhoffen“, meint unsere Projektkoordinatorin Karin Gehlen-Düring. „Die Bücher für den Buchadventskalender stammen aus der Aktion „Bücherüberraschung“ unseres Vereins. In diesem Jahr haben wir einen neuen Rekord aufgestellt:  Im Keller von Haus Streng wurden fast 1400 Bücher auf ihren Zustand hin überprüft und nach Altersstufen vorsortiert.“

Die Helfer aus dem Bücherüberraschungsteam bringen die Bücher dann pünktlich zu den Schulen und Kitas, die sich Anfang November für den Buchadventskalender beworben haben. Allein 380 Bücher wurden an 8 Kindertageseinrichtungen Rheinbachs ausgeliefert. Die restlichen gut 1000 Bücher wurden unter 38 Schulklassen aus 7 Schulen aufgeteilt, darunter auch 5 fünfte und sechste Schuljahre.

Für den Erfolg ist dann die sorgfältige Auswahl der Bücher durch die Lehrerin bzw. Erzieherin und das liebevolle Einpacken notwendig. Tanja Diewald: „Die ersten Bücher habe ich immer ganz schnell einem Kind zugeordnet. Ich achte auf den Leseanspruch und die Thematik und manchmal auf den Vornamen des Helden oder der Heldin.“ Sie und ihre Kolleginnen sind dankbar für die kostenlose Unterstützung der Leseförderung an ihrer Schule.

„Die Idee der Buchadventskalender ist einfach und höchst effektiv und dürfte in dieser Größenordnung deutschlandweit einmalig sein“, so unserer 1. Vorsitzende Monika Flieger. Sie dankt allen Menschen die durch ihre Spenden zu dem Erfolg beigetragen haben.

In der 4b werden die Bücher übrigens auch gerne getauscht. „Aber erst, wenn ich es gelesen und bei Antolin eingegeben habe“, meint Niklas. Und bei guter Pflege werden sie vielleicht irgendwann wieder der Bücherüberraschung gespendet.

Geschenke sind toll und auspacken so aufregend...

Bücher auszupacken ist so aufregend!

Seit seiner Gründung im Jahr 2011 hat Rheinbach liest e.V., der Verein zur Förderung der Lesekultur, einige Projekte auf den Weg gebracht. Eines davon ist die „Bücherüberraschung“. Die Idee bei der Bücherüberraschung ist so einfach wie überzeugend: Gut erhaltene Kinder- und Jugendbücher über das Jahr sammeln, verpacken und in der Adventszeit verschenken. Daraus hatte sich schnell der Buchadventskalender entwickelt. Die Projektbeauftragte Karin Gehlen-Düring: „Unser Team sortiert die Bücher vor. Lehrer und Erzieher helfen anschließend mit. Sie wählen aus unserer Zusammenstellung aus und übernehmen auch das Verpacken. Auf diese Weise findet jedes gespendete Buch genau das richtige Kind.“

So beispielsweise in der 1. Klasse der Grundschule in Flerzheim. Lehrerin Helene Macko nahm sich jeden Schultag Zeit für das Adventsritual: Die Kerzen am Adventskranz anzünden, eine Geschichte vorlesen und dann einen Stern ziehen, der verriet, wer mit dem Buch aus dem Adventskalender an der Reihe war. Das Ziehen und gemeinsame Auspacken war spannend und geheimnisvoll und ihre 27 Erstklässler liebten es. Die Bücher hatte die junge Lehrerin von Rheinbach liest e.V. zur Verfügung gestellt bekommen und an einem Wochenende in der Schule für jedes Kind passend ausgesucht und liebevoll verpackt. Ein wenig Aufwand, der aber wichtig war. Die gut erhaltenen gebrauchten Bücher aus Spenden und Flohmarkt-Aufkäufen wurden nun wieder kostbar. Jedes Kind ihrer Klasse brachte an einem Tag in der Adventszeit ein Buch mit nach Hause, das ab sofort ihm gehörte. Die Verführung zum Lesen oder Vorlesen hätte kaum größer sein können.

Helene Macko: „Wenn ich sehe, wie die Kinder sich jeden Tag auf das Buch aus dem Adventskalender freuen, dann hat sich die Mühe gelohnt. Meine Kinder eignen sich gerade die Welt der Schrift an. Sie sollen lernen, Bücher zu schätzen und zu lieben. Der Buchadventskalender hilft dabei sehr.“

Ein Beispiel gefällig? Ihr Schüler Fynn hatte am 5. Dezember das Vor- und Erstlesebuch „Wo ist das Ende der Welt?“ von Tobias und Nicole Aufmkolk ausgepackt. Das Buch stammte aus einer privaten Großspende - Ein Wäschekorb voll! - eines Vereinsmitglieds, sah aus wie neu und wurde von allen Klassenkameraden bestaunt.

Das Team um Karin Gehlen-Düring vom Verein Rheinbach liest e.V. dankt allen Spendern, die sich durch Geld- oder Buchspenden mit der Aktion verbunden haben. Gehlen-Düring: „Wir haben in diesem Advent mit der Unterstützung der Rheinbacher in annähernd 50 Buchadventskalendern weit über 1000 Bücher einen neuen Besitzer verschafft. Auch bei der Rheinbacher Tafel waren wir vor Ort. Jedes Buch steht für die Chance das beschenkte Kind glücklich zu machen und zum Lesen zu verführen.“

Die Mehrzahl der Kalender wurden in den fünf Rheinbacher Grundschulen geordert, aber auch zahlreiche Kitas und auch Klassen der Weiterführenden Schulen machten mit. Christiane Bröckelmann, Mitglied bei Rheinbach liest e.V. und Lehrerin einer vierten Klasse an der GGS Sürster Weg, möchte den Kalender auch nicht mehr missen: „In der Vergangenheit habe ich immer viele Bücher gespendet und jetzt konnte ich live erleben, welche Freude sie bereiten.“ Die 8-jährige Yvonne aus Flamersheim fand den Namen  des Vorbesitzers im Buch, ihre Freundin Sophie gar eine Widmung. Sie fand das sogar aufregend, weil sie sich richtig vorstelle, „wie das Kind, dem das Buch einmal gehört hat, wohl aussieht“. Auch 2017 soll es die Bücherüberraschung wieder geben.

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