Rahn müsste schießen

Lieder und Literatur zur Weltmeisterschaft gibt es am 12. Juni ab 19:00 Uhr im Himmeroder Hof. Wir feiern die kleinen Geschichten rund um den Fußball und vergangene Weltmeisterschaften. Dazu gibt es im Überschwang der Nostalgie die guten alten WM-Lieder aus der Zeit, als die Spieler diese noch peinlich berührt mitsingen mussten. Der Eintritt ist frei.

„Über die Lieder, die seit 1974 Berti Vogts, Paul Breitner und andere mehr oder weniger enthusiastisch als kotelettenbewehrter Männerchor begleiten mussten, kann man sich gut lustig machen“, meint Jan-Paul Kalka, Gitarrist des Rheinbacher Liedermacher-Trios „dirkundichundjetztauchnochjan-paul“. „Das machen wir natürlich auch in gewisser Weise. Man kann sie aber auch einfach mal singen, ihre verborgene Schönheit entdecken und bei einem leckeren Kölsch tief den Zeitgeist inhalieren.“

Mit Dirk Plücker (Piano) und Gerd Engel kämpft er sich derzeit tapfer durch den Kanon der WM-Lieder und anderer Fußball-Schmankerl. „Wie würde Reinhard Mey etwa Fußball ist unser Leben singen?“, fragen sich die Hobby-Musiker. Das Ziel sei, so Plücker, „topfit und högscht fokussiert in die WM zu starten. Deswegen gibt es auch ein Probegrillen mit Stadionwurst und eine Panini-Tauschbörse.“ Letztere hatte Buchhändler Christoph Ahrweiler angeregt, der selbst ein unverbesserlicher Sammler der Klebebilder ist.

Wir wären froh, wenn sich viele Besucher „angemessen verkleiden“. Gewünscht werden alte Trikots und Fan-Outfit, besonders „wenn es in den Problemzonen schon etwas spannt.“ Denn wie rief Herbert Zimmermann bei seiner legendären Radioreportage so schön: „Halten Sie mich für verrückt, halten Sie mich für übergeschnappt!“ Na, denn …

Aber auch die normale Couch-Bekleidung des Fußballskeptikers wird „vom Ordnungsdienst akzeptiert.“ Für die Geschichten rund um das Thema Fußball sorgen die „Lupenreinen Amateure“ ein eigens für diese Veranstaltung gegründeter loser Zusammenschluss von Literaten und Vorlesern, darunter Florian Kalff, Julius Esser, Christina Köhler sowie Jörg & Christiane Bröckelmann.

Wer eine besonders interessante WM-Reliquie für den Ausstellungstisch mitbringt, wird mit einer Biermarke entlohnt. Das kann eine Sammlung Duplo-Bilder von 1998 sein, eine Langspielplatte von Peter Alexanders „Mexico, mi amor“ oder eine Vuvuzela von 2010. Hauptsache, wir haben etwas zu schmunzeln, können fachsimpeln und in Erinnerungen schwelgen.

Wer selber noch eine schöne Geschichte oder eine persönliche WM-Erinnerung beisteuern möchte, kann sich melden unter der Email This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Der Eintritt in den Himmeroder Hof ist frei, aber in der Halbzeitpause geht der Hut herum.

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