Victoria liest sich zum NRW-Entscheid

Beim Bezirksentscheid des Bundesweiten Vorlesewettbewerbs in der VPK-Aula setzten sich die 11-jährige Victoria Schaay vom Rheinbacher Sankt-Joseph-Gymnasium und Henry Sorg vom Siegburger Gymnasium Alleestraße gegen die Kreis- und Stadtsieger aus Aachen, Bonn, Heinsberg, Düren und Euskirchen (Regierungsbezirk Köln Süd) durch und qualifizierten sich für das NRW-Finale.

Unbeschreiblich war der Jubel, als die Stellvertretende Leiterin des WDR-Sprecherensembles und Jury-Vorsitzende Regina Münch preisgab, wer von den vier Halbfinalisten auf dem doppelt vergebenen 1. Platz landete.

In dem starken Teilnehmerfeld waren, neben den Vertretern des Rhein-Sieg-Kreises, Victoria und Henry, die Dürener Kreissiegerin Johanna Schröder sowie Julian Lutter (Aachen Land) ins Halbfinale gekommen. Die vier Punktbesten lasen aus „Lars, mein Freund“ der Norwegerin Iben Akerlie. Zu diesem Zeitpunkt hatte Victoria bereits einen exzellenten Eindruck hinterlassen mit einer brillant vorgetragenen Szene aus „Das Mädchen Wadjda“, über eine Heranwachsende in Saudi-Arabien, das unbeirrt ihren Traum vom eigenen Fahrrad verfolgt.

Die Kölner Autorin Barbara Zoschke, die ebenso wie Deutschlandfunk-Sprecher Thomas Pelzer und die Literaturbegeisterten Karl Hempel, Julius Esser, Vorjahressieger Jarno Mindner aus Aachen, der fachkundig besetzen Jury  angehörte, hob das hohe Niveau dieser Wettbewerbsrunde hervor. Alle Teilnehmer gehörten immerhin schon zu den 600 Besten in Deutschland. Die Entscheidung, wer am 16. Mai nach Bochum zum NRW-Landesfinale fahren darf,  war am Ende eng, aber eindeutig: Victoria und Henry.

Dass Victorias Erfolg vor heimischer Kulisse erfolgte, war ein glücklicher Umstand und bewirkte eine für Vorlesewettbewerbe ungewöhnlich hohe Dezibel-Stärke in der ehrwürdigen Aula des ehemaligen Vinzenz-Pallotti-Kollegs. Die rund 130 Schülerinnen und Schüler des SJG im dem knapp 200 Besucher starken Publikum sorgten nämlich für fast ungebremsten Jubel. Sie feierten ausgelassen ihre Mitschülerin, die als erste Rheinbacherin in der Geschichte des Wettbewerbs dieses Kunststück vollbracht hatte.

Die beiden Schülersprecher der Rheinbacher Gymnasien, Hanno Wurm (SJG) und Mara Kuprat (SGR), schlugen sich prächtig als junges Moderatoren-Duo. Und so konnten die lokalen Veranstalter, die Buchhandlung Kayser mit Christoph Ahrweiler,die Öffentliche Bücherei St. Martin mit Daniela Hahn und Rheinbach Liest mit Claudia Althausen, zufrieden Bilanz ziehen: „Die Arbeit hat sich gelohnt. Die Veranstaltung hat viele Kinder für Bücher und Vorlesen begeistern können. Die Technik-AG des SJG hat uns toll unterstützt.“

Für die 11-jährige Victoria heißt es nun: Weiter üben und erneut so eine packende Textstelle finden wie in den Runden zuvor: „Denn davon hängt viel ab!“ Das Rheinbacher Daumendrücken für die Sechstklässlerin sollte dann am 16. Mai ab 11:00 Uhr beginnen.

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