Traumsommernacht trotz herbstlicher Kühle

Kann man wie ein Frosch quaken und trotzdem gleichzeitig verständliche menschliche Äußerungen tun? Kann man nur mit Mimik ein Publikum aus der absoluten Stille heraus zum freudigen Lachen bringen?

Elke Irene Scheuffele und Anika Brockmann aus Bornheim können das meisterlich, wie sie als „Ensemble Lautspuren“ im Rheinbacher Glaspavillon bewiesen haben.

„Traumsommernächte“ hieß das Programm, das rund 50 Zuschauer anlockte, obwohl der Abend herbstlich kühl anstatt sommerlich mild war. Aber es gelang dem Ensemble zusammen mit den Musikern Monika Oebel und Albrecht Schießer trotzdem, eine zauberhafte Stimmung zu erzeugen. Das lag nicht nur an den märchenhaften Balladen, Gedichten und Geschichten von Rose Ausländer, Wilhelm Busch, H. von Gumppenberger, Peter Hacks, Manfred Kyber, Kurt Marti, C.F. Meyer, B. von Münchhausen und William Shakespeare, sondern auch an den romantischen Klängen von Laute und Gambe, dem Vogelgezwitscher, das nicht vom Band kam, sondern von dem Ensemble mit Flöten in den Raum geweht wurde und der Sprechkunst, die die beiden Künstlerinnen überzeugend beherrschen. Masken an den Glaswänden und der freie Blick auf die Tomburg in der Ferne bildeten die passende Kulisse für eine romantische Atmosphäre.

Das Publikum genoss zum Beispiel das doppelstimmig rezitierte Hackssche Gedicht vom Pflaumenhuhn, das Pflaumen statt Eier legt, oder „Die beiden Schwestern“ von Wilhelm Busch, mit Adelheid, „voller Eitelkeit“, und Käthchen, dem „guten Mädchen“.

Die vom Glasmuseum der Stadt und „Rheinbach liest“ im Rahmen der Reihe KULTURPAVILLON getragene Veranstaltung erwies sich als voller Erfolg. Das Publikum war entzückt, applaudierte anhaltend und verlangte nach einer Zugabe.

Mitglieder von Rheinbach liest e.V. überreichten den strahlenden Künstlerinnen und dem Künstler rote Rosen und hielten für alle Gäste Getränke und Knabbereien bereit, die der Verein gespendet hatte.

"Frischer Rückenwind für's Vorlesen"

Pressetext von Blick aktuell, 33/2014

"Das hüllenlose Schweigen des Herrn Prosa"

Pressetext vom General- Anzeiger, 06.06.2014

3. RHEINHEXEMSLAM | General-Anzeiger Bonn

„Literatur in den Häusern der Stadt“ war ein voller Erfolg

An den großen Erfolg des Vorjahres anknüpfend hatte der Verein „Rheinbach- liest e.V.“ für Sonntag, den 13.10.2013 wieder interessierte Zuhörer in Rheinbachs Privathaushalte eingeladen.

Einer groß angelegten Werbeaktion folgend fanden sie sich in 10 ausgewählten Häusern der Stadt ein, um den 10 gleichzeitig stattfindenden Lesungen unter dem Motto “Bücher sind gefährlich“ beizuwohnen.

„Das Echo war phänomenal“, so Robert Hucho, Vorsitzender des Vereins anlässlich eines Resummees im Anschluss an die Veranstaltung.

Ca. eine Stunde hatten die Lesungen in den Rheinbacher Privathaushalten angedauert, „viel zu kurz“, bemerkte ein Gast, der seinem Vorleser am liebsten den ganzen Abend hindurch zugehört hätte. Kein Wunder, denn die Vorleser-Posten waren hochkarätig besetzt mit namhaften Schauspielern des Euro Theaters Central Bonn, die sich eingehend mit der von Ihnen zu verlesenden Literatur auseinandergesetzt hatten.

„Es ist eben doch ein Unterschied, ob der Ungeübte eine Geschichte vorliest oder ob ein Buch von einem geschulten Schauspieler nicht nur vorgelesen, sondern auch interpretiert und ausgestaltet wird“, so die einhellige Meinung des Publikums.

Die Schauspielerin Doris Lehner bemerkte hierzu, dass es auch für die Schauspieler eine Herausforderung bedeute, sich so hautnah dem Publikum zu präsentieren.

Gut angekommen ist auch das anschließende Treffen im Himmeroder Hof, zu dem sich sowohl alle Gäste als auch die Schauspieler und Organisatoren eingefunden hatten. Hier konnte bei einem Glas Wein und Knabbereien ein reger Gedankenaustausch stattfinden und die Schauspieler hautnah erlebt werden.

Auf jeden Fall ist die Veranstaltungsreihe es wert, im nächsten Jahr fortgesetzt zu werden; hierzu sind bereits erste Planungen im Gange.

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